Angepasstheit sukkulenter Pflanzen

Die Trockengebiete der Tropen und Subtropen sind durch hohe Tages- und relativ niedrige Nachttemperaturen charakterisiert. Dort kommt ein Pflanzentyp (Sukkulenten) vor, der sich durch dicke, fleischige Blätter mit Wasserspeichergewebe auszeichnet.


Über längere Zeit hat man bei einer nicht sukkulenten Pflanze (Bohne) einmal bei mittlerer Temperatur ( A ) und dann bei hoher Temperatur ( B ) die CO2-Aufnahme ( Kurvenverlauf im positiven Bereich ) und die CO2-Abgabe ( Kurvenverlauf im negativen Bereich) verglichen (grauer Bereich entspricht Dunkelheit). Außerdem hat man eine sukkulente Pflanze bei hoher Temperatur (C) untersucht.

  1. Interpretieren Sie die in Kurve A dargestellten Gaswechselmessungen.
  2. Erklären Sie die in Kurve B dargestellten abweichenden Versuchsergebnisse. Untersuchen Sie die Glucosebilanz in den ersten 24 Stunden ( 6 bis 6, nur B ).
  3. Beschreiben Sie Kurve C. Welche Besonderheiten stellen Sie fest?

Eine weitere Besonderheit ist schon 1815 beschrieben worden: die Blätter haben morgens einen sauren Geschmack. In letzter Zeit wurde dieser Aspekt, der auf Äpfelsäure zurückgeht, näher untersucht. Der Gehalt an Äpfelsäure und Stärke ist in der folgenden Abbildung dargestellt.


Werden die Sukkulenten dagegen während der Nacht in CO2-freier Luft gehalten, dann steigt der Äpfelsäure-Gehalt nicht an.

  1. Interpretieren Sie die in Kurve C der ersten Abbildung und die in der zweiten Abbildung dargestellten Versuchsergebnisse im Zusammenhang.

  2. Vergleichen Sie die Versuchsergebnisse, die in Kurve B und C dargestellt sind und erläutern Sie die Angepasstheit dieser Sukkulenten an Trockengebiete.

 

 


Hinweise zur Konstruktion und zur Lösung der Aufgabe findet man unter Entwicklung von Aufgaben.

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Domäne  Bossert

 

Januar 2003
© B.Bossert