BakterienkolonienDer folgende Versuch kann in Klasse 7 im Zusammenhang mit Destruenten, in Klasse 9 im Rahmen des Themas Immunbiologie (Bakterienkolonie, identifizieren, zählen, ...) oder als Einstiegsdemonstration im Genetikkurs der Oberstufe durchgeführt werden. ![]() Zur Durchführung benötigt man Einmal - Verpackungsbecher (250 ml) mit Deckel, gekochte Kartoffeln und Möhren und Zeitungspapier. Mit dem Zeitungspapier wird der Boden ausgelegt und einige Streifen werden an die Wand gestellt. Die Becher werden etwa zur Hälfte mit Wasser gefüllt, so dass sich das Papier voll saugt. Dann wird das Wasser ausgeleert und das feuchte Zeitungspapier an Boden und Wände gedrückt. Diese feuchte Kammer (Deckel beschlagen) kann nun mit Kartoffel- und Möhrenscheiben beschickt werden. Die Deckel werden aufgedrückt. ![]() erster Tag Die Kulturgefäße können in einen Wärmeschrank bei 35°C gestellt werden oder bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden. Je nach Temperatur entwickeln sich die Kolonien unterschiedlich schnell. Heute kann man (zum Glück) im Haushalt kaum durch Bakterien verdorbene Lebensmittel sehen - wieso das so ist, kann man an dieser Stelle besprechen.
![]() dritter Tag Zur Beobachtung der Entwicklung muss man den Deckel abnehmen und Form, Farbe, Ausbreitung der einzelnen Kolonien ansehen. Bakterien bilden mehr oder weniger schleimige Kolonien, die mehr oder weniger starken Geruch entwickeln. Im Laufe der weiteren Entwicklung treten die Kolonien immer deutlicher hervor. Man kann mit einer Stereolupe oder einem Mikroskop vergrößern.
vierter Tag
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Der folgende Text zeigt, dass diese Versuche am Anfang der Forschung mit Bakterien standen. Eines Tages sieht er auf einem Tische des Laboratoriums die liegengebliebene Hälfte einer gekochten Kartoffel und bemerkt an der Schnittfläche allerhand Tröpfchen. ... Mit der Spitze eines dünnen Platindrahtes stach er nun behutsam mitten in einen dieser sonderbaren Tropfen und brachte ein wenig von dem schleimigen Stoff in einem Tropfen reinen Wassers zwischen zwei Glasplättchen unter die Linse des Mikroskops. Er sah einen Schwarm von langsam schwimmenden Bazillen, aber in diesem Tropfen glich jeder Bazillus jedem seiner tausend Brüder. Dann spähte er nach den Tierchen in dem gelben, dem roten, dem violetten Tropfen von derselben Kartoffelfläche. Im gelben waren die Keime rund, im roten stäbchenförmig, im violetten wie lebende Korkenzieher; jeder Tropfen enthielt also eine andere Art, aber innerhalb jedes Tropfens waren alle Mikroben einander gleich, ohne Ausnahme. aus: Paul de Kruif : Mikrobenjäger (1926) dort 4. Kapitel : Robert Koch
Die folgenden Abbildungen zeigen Kolonien von Schimmelpilzen.
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Oktober 2004
© B.Bossert