Eine Verbindung dieser drei Bücher, von denen jedes auf seine Art ausgezeichnet ist, wäre schon ein guter Anfang. „Die Einführung in die Biologie“ gibt systematisch, anschaulich und gekonnt illustriert Inhalte wieder, „Mikrobenjäger“ bezieht seine Spannung aus der Jagd nach Ergebnissen ( Denkweise und Methoden ) und „Wissenschaft und Technik“ schlägt eine Fülle von Experimenten vor.
Jedes Buch ist ein sehr gutes Buch - aber kein gutes Biologieschulbuch, weil die Zusammenhänge fehlen. Die Inhalte werden nur berichtet; Methoden werden interessant dargestellt, das Ergebnis ist aber nur ein winziger Teilausschnitt aus dem großen Gebiet der Biologie; Experimente werden gemacht es liegen aber weder Fragestellung noch Hypothesen vor.
Zur Synthese aus den drei Büchern müssten noch einige „Ingredienzien“ hinzukommen. Betrachtet man den von mir entwickelten Auswahlrahmen mit den verschiebbaren Zungen, die die einzelnen Gebiete wiedergeben, die von einem guten Unterricht abgedeckt werden sollten, so erkennt man leicht, die noch fehlenden Bereiche.
http://www.bossert-bcs.de/biologie/esf/esf.htm

Auswahlrahmen
(Vergrößerung durch Anklicken)
Die besten Voraussetzungen für eine Unterrichtsstunde / Unterrichtseinheit wären gegeben, wenn es das gewählte Thema erlaubte, dass in allen Auswahlfenstern eine vernünftige Idee erscheint.
Für den Hessischen Lehrplan haben wir die zugrunde liegende Idee etwas einfacher dargestellt.
http://www.bossert-bcs.de/biologie/motivation/mot.htm
Die wichtigsten Elemente sind die Verbindungslinien, die die Vernetzung gewährleisten.
Nach diesem Überblick ist es ganz leicht, die Fehler aufzulisten, die bei der Erstellung der Schulbücher gemacht wurden und werden.
- Es gibt Fragestellungen, aber keine entwickelte Problemstellung, die neugierig macht.
- Die Fragestellungen sind zu wenig komplex und fordern die Kreativität zu wenig heraus.
- Die Lösung wird erzählt Methoden sind in „Boxen“ eingesperrt, Arbeitsaufträge / Experimente durch Rahmen auf Extraseiten isoliert.
- Es fehlt der durchgehaltene naturwissenschaftliche Gedankengang,
der dann „von selbst“ Methoden und Arbeitsweisen fordert und fächerübergreifendes Arbeiten nötig macht.
- Aufgabenstellungen sind zu kurz, trivial und selten problemlösend.
- Alle Änderungen waren kosmetisch nicht radikal eine Leistungssteigerung der Schülerinnen und Schüler erreicht man so nicht.
- Es wird zu wenig in Konzepten, Erschließungsfeldern usw. gedacht
in den Auflagen für die neuen Lehrpläne fallen die „richtigen“ Stichworte (es soll ja zugelassen werden)
aber isoliert und an der falschen Stelle.
Anmerkung:
Das Buch von Don G. Mackean ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Dort steht es nicht isoliert, sondern wird durch weitere Bände mit weiterführenden Themengebieten, Arbeitsmaterialien und Vorschlägen für Schüleraktivitäten ergänzt.
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updated Januar 2007
© B.Bossert