Frau Katharina Korn - Sippel bezog sich im Kunstunterricht auf eine vorangegangene Biologie - Unterrichtseinheit ( u.a. unter http://www.bossert-bcs.de/biologie/einfue5/index.htm ).
Biologie und Kunst haben gleiche Ausgangspunkte: Interesse an dem Tier, Freude an der Beobachtung und Bewunderung seiner Schönheit und Eleganz.
Dokumentiert der Biologe das Aussehen ( Arbeitsblatt ), so soll der äußere Bau genau festgehalten werden und u.U. das Individuum wiedererkannt werden.

Neben dem Aussehen sollte auch die Größe festgehalten werden.

Die Abbildungen gleichen Bauplänen der Architekten oder technischen Zeichnungen. Wie diese sind sie zwar statisch, beinhalten aber auch die Funktionsweise(n).
Tiere leben in einer bestimmten Umwelt, in der sie all ihre Lebensleistungen erbringen müssen. Aussehen, Fortbewegung, Lebensweise passen zu dem Lebensraum.
Wenn Künstler Biologen werden…
Erst ging es nur um die Darstellung von Tieren, so wie sie ´richtig´ aussehen, nicht wie aus dem Comic-Buch. Das war teilweise schon eine neue Erfahrung. Wo knicken die Hinterbeine beim Pferd eigentlich ein, wo liegen Knie und Fuß… Schnauzen, vor allem von vorn, sind auch schwierig. Es gibt kein Einheitsohr, da muss man schon ziemlich genau hinschauen.
Dann war das erste richtige Abbild eines Tieres fertig.
Im zweiten Teil der Unterrichtseinheit wollten wir ein Supertier erfinden, das aus allen 5 Tierklassen besteht - also ein Vogel-Säugetier-Amphibien-Fisch-Reptil. Jetzt mussten wir schon richtig nachdenken und die Fachliteratur (Arbeitsblatt-Bio) bemühen. Der Kunstlehrer kam ins Schwitzen, wo ist die Amphibie, ich finde keinen Vogel an deinem Tier. Wir haben uns alle ganz ernsthaft bemüht, das einmal gestellte Thema exakt zu erfüllen. Dann kamen die Kinder noch auf die Idee den jeweiligen Tierteilen auch einen Lebensraum zuzuordnen. Da ging es wieder los, wo lebt das Reptil, ist Wasser für den Fisch da, usw.
Wir haben alle unsere Hausaufgaben gut erledigt und sind eigentlich ganz zufrieden mit den Ergebnissen und haben alle etwas gelernt.
Und Spaß hat`s auch noch gemacht.
K.Korn-Sippel
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März 2005
© B.Bossert