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Projekt:
Renaturierung der
NIDDA
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Renaturierung der Nidda (im Bereich Dortelnweil) ::...
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Der Wasserverband plante ein 700 m langes Stück der in den 60er Jahren ausgebauten Nidda zu renaturieren. Man durfte jedoch den Hochwasserschutz der Ortslage auf keinen Fall vergessen. Die Steinbefestigung der Flussufer wurde gelöst und wellenförmig wieder eingebaut. Es entstand eine abwechslungsreichere Uferlinie, die bessere Lebensbedingungen für gewässerabhängige Tiere und Pflanzen bietet. Zusätzlich soll der Einbau von Buchten und Buhnen, künstlichen Dämmen zum Schutz des Ufers, die Strömungsvielfalt der Nidda verbessern. An zwei Stellen entstanden Stromschnellen, die den Sauerstoffeintrag und die Bildung von Kiesbänken fördern, die auch Laichplätze für Fische sind. Durch Bäume, die in den Aufweitungen wieder direkt am Wasser stehen können, wird der Fluss stärker beschattet und die unnatürlich hohe Verkrautung reduziert. Hier kann dann der Eisvogel bald wieder Fische jagen.
Inseln und Buhnen verbessern die Gewässerstruktur in der Ortslage Dortelweil ohne den Hochwasserschutz zu beeinträchtigen.
Maßnahme in der Ortslage Dortelweil im Herbst 2001. In den Uferbuchten wurden die ersten Jungfische des Bitterlings seit der Niddabegradigung nachgewiesen |
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..:: Renaturierung
der Nidda: Maßnahmen in den Auen ::..
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Auen sind die bei den Hochwässern
der Flüsse überschwemmten Bereiche. Sie tragen zur Hochwasserentlastung
der Siedlungen bei, reinigen das Flusswasser und reichern das Grundwasser
an. Naturnahe Auen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa.
Nicht zuletzt auch deshalb werden sie von der Bevölkerung angrenzender
Siedlungen bevorzugt zur Naherholung genutzt. Zur Sicherung der noch intakten und zur Wiederherstellung beeinträchtigter Auen werden im Wetteraukreis neben der Renaturierung der Fließgewässer auch umfangreiche Schutzmaßnahmen in den Überschwemmungsgebieten der Flüsse, also den Auen, ergriffen. Dies ist besonders vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Auenverbund Wetterau, ungeachtet aller Beeinträchtigungen, immer noch zu den wichtigsten Feuchtgebieten Hessens zu rechnen ist. Gerade die an Feuchtwiesen und Flachwasserbereiche gebundenen Vogelarten haben hier einen landesweiten Schwerpunkt im Brut- und Rastgeschehen. Aber auch die im Binnenland äußerst seltenen Salzrasen sind noch anzutreffen. Die großflächigen Feuchtwiesen sind in Hessen ebenfalls eine Seltenheit geworden.
seltenen Salzrasen sind noch anzutreffen. Die großflächigen Feuchtwiesen sind in Hessen ebenfalls eine Seltenheit geworden.
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..:: Renaturierung
der Nidda durch Pflanzen und Tiere ::..
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Pflanzen am Ufer sind besser als Betonwände, sie zeigen dass der Fluss sich langsam renaturiert, also "erholt" (von den 60 Jahren, in denen die Nidda ausgebaut wurde). Überkrautung, (wenn sich zu viele Pflanzen im Fluss befinden) ist aber auch nicht gut. Pflanzen "säubern" das Gewässer und sind Nahrung für viele Fische. Fische wiederum sind Nahrung für zahlreiche Vögel, so entsteht ein ganzer Lebensraum und der Fluss renaturiert sich langsam wieder und bildet einen Kreislauf.
Ufer der Nidda welches stark bewachsen ist, viele Pflanzen befinden sich auch im Gewässer. (bei Bad Vilbel) Für die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises sind die ansteigenden Rastzahlen der Wasservögel auf den Wetterauer Flüssen ein deutliches Zeichen dafür, dass nach den durchgeführten Renaturierungen, d.h. der Rückumwandlung ausgebauter Flüsse zu naturnahen, wieder Lebensmöglichkeiten für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen geschaffen wurden. So weisen die vielen auftretenden fischfressenden Vogelarten auf hohe Fischbestände hin, die ihrerseits auf bessere Laich- und Aufzuchtsbedingungen in den strukturreicheren Gewässerbetten zurückzuführen sind. Renaturierte Flüsse gleichen die hohen Fischverluste durch Wasservögel auch leichter aus. Dem sind sich auch viele Wetterauer Angelvereine bewusst, haben sie doch vielfach erst die Initiative für die Renaturierungsprojekte ergriffen.
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