Plakatproduktion
1. Alternativen
Visualisierungsmöglichkeiten im Klassenraum: Tafelbild, Wandkarte, Zettelwand, Wandzeitung, Projektionen (Epidiaskop, Diaprojektor, Overheadprojektor, Beamer)
- das Verhältnis von Bild zu Text ist sehr unterschiedlich
Soll die Präsentation (zusätzlich) auf dem Schulgelände stattfinden?
Soll die Arbeit mehrerer Gruppen als Gesamtbild dargestellt werden?
2. Vor- und Nachteile
Plakatproduktion hat sprachliche, künstlerische, technische und soziale Anteile.
Viel Raum, beschränkter Inhalt, auffällig, langlebig, dauernd vor Augen bzw. kann leicht wieder hervorgeholt werden, viel Arbeit, viel Zeit, frühe Möglichkeit für Gruppenarbeit, Kreativität und Ästhetik gefragt, transportabel, kann auch in Ruhe (Pausen) studiert werden, ...
3. Beispiele
- als Einstieg in eine Unterrichtseinheit können Fragen der Schülerinnen und Schüler auf einem Plakat gesammelt werden (siehe "Motivation"). Sie können dann im Unterricht immer vor Augen stehen und abgearbeitet werden. Man sieht den Fortschritt.
- Verlaufsplan eines Projekts
- wichtige Ergebnisse (z.B. "Erschließungsfelder") können festgehalten und es kann laufend auf sie zurückgegriffen werden.
- Dokumentation wichtiger Arbeitsabläufe
- Informationsplakat für die Schulgemeinde (Ergebnisse eines Projekts)
- Informationen über Tiere und Pflanzen (Aquarium, Teich, Schulgarten)
- ...
Bei Tagungen im Hochschulbereich ist es üblich, dass Einzelpersonen / Teams ihren Forschungsbereich mit einem Poster vorstellen.
4. Planung und Gestaltung
Am Anfang steht immer die Idee!
Ein Plakat sollte plakativ sein!
- Zielgruppe? - Mitschüler, Schulgemeinde, ...
- bei der Planung muss man die folgenden Bereiche in ihrer Wechselwirkung bedenken: (Schau-)Bild Û Text(menge) Û Aufteilung der Plakatfläche Û Materialien (Packpapier und Filzstifte, Plakatkarton, Computerausdrucke (Gestaltung im Computer / Software)
- Überschrift soll informieren und werben - Kernbotschaft schnell erkennbar?
- viele Bilder, wenig Text, Anpassung der Textmenge durch Selektieren und Komprimieren (Slogans), nicht überfrachten - visuelle Provokation, verdichtete Aussage, Betrachter motiviert?
- Bilder und Zeichnungen "plakativ", einfache Formen, starke Kontraste, großzügig und spannungsreich gegliederte Flächen?
- wenige Farben sinnvoll einsetzen, gleiche Farben, Formen, Symbole, ... verweisen auf das, was zusammengehört, Gliederung durch Hervorhebungen
- wenige Schriftarten (Größe, Schrifttyp, Lesbarkeit), aus 2 m Entfernung lesbar, Wirkung bei unterschiedlichen Distanzen, Druckbuchstaben, Groß- und Kleinschreibung hilft beim Lesen
- Datum, Angaben zu Verfasser(n), Quellen
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