- drohen 0 Punkte in einem Fach? dann hätte man das Abitur nicht bestanden
- kann ich frei sprechen?
- bin ich mit den Medien vertraut?
- bin ich mit den Recherchemöglichkeiten vertraut?
- traue ich mir ein Kolloquium zu?
- bin ich in der Vorbereitungszeit zeitlich nicht zu sehr belastet?
- es wird weniger Stoff aus den Kursen erwartet dafür muss man aber mit dem Themenumfeld vertraut sein
- wie vertraut bin ich mit dem Stoff der Halbjahre? Aufwand mündliche Prüfung
- es bleibt immer eine Restunsicherheit, ob das Thema im Sinne des Prüfers erfüllt wird (das kann an beiden Seiten
liegen) andererseits können die Aufgaben der mündlichen Prüfung auch überraschen
Die Themen sollten langfristig geplant und bedacht werden nicht erst bei der Meldung der Schülerin oder des Schülers. Dann kann nach Anmeldung in Ruhe das für den Prüfling geeignete Thema ausgewählt werden.
Da die Themen einen Bezug zu den Kursen der Halbjahre haben sollen, ist es am einfachsten, die Unterthemen durchzugehen und auf „Abzweigungsmöglichkeiten“ zu achten.
Es ist klar, dass der Umfang genau bedacht sein will.
Möglichkeiten:
Sauerstoffversorgung - Bedingungen beim Tauchen oder in großen Höhen
Photosynthese
- Algenpigmente
Wasserhaushalt - ökologische Blatttypen
Genexpression - small interfering RNA (siRNA)
Ein Teil der Themen ermöglicht auch praktisches Arbeiten.
Der Prüfling hat seine Unterlagen aus den Kursen und ein Oberstufen - Biologiebuch als Grundlage. Zusammen mit der Themenstellung sollte er als Ansatzpunkt die Kopie eines Fachartikels oder eines Lehrbuchkapitels (beides knapp) erhalten. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Es darf nicht die Kurzfassung der Präsentation sein, soll aber sicherstellen, dass die erwarteten Aspekte untersucht werden und zu einer Recherche geeignete Suchbegriffe zur Verfügung stehen. Durch die Art des Textes kann auch erreicht werden, dass die Erwartungen des Prüfers erfüllt werden.
Beispiel aus Scientific American 10 / 1992 : Mountain Sickness

Die Abbildung sollte keine Quellenangabe enthalten. Das Schema zeigt, wie genau das Thema bearbeitet werden soll; die erwarteten Anforderungen sollten dann auf „das Tauchen“ übertragen werden.
Ein genauer Zeitplan erleichtert die Einhaltung der Formalitäten.
§ 24 Präsentation, besondere Lernleistung (2) (3) |
http://www.bossert-bcs.de/biologie/praesent/praes.htm
http://www.bossert-bcs.de/biologie/welt/recherche/index.htm
Die Inhalte sind aufbereitet, es geht um die Präsentation im engeren Sinne: „Mit Hilfe wirkungsvoller sprachlicher und bildhafter Mittel einen bestimmten Inhalt für eine gegebene Zielgruppe so darstellen, dass ein gesetztes Ziel erreicht wird.“
Die Überlegungen, die für einen Vortrag ohne Medienunterstützung gelten, sollten selbstverständlich berücksichtigt werden. Eine gute Zusammenstellung dazu findet man in:
Lernbox Tipps und Anregungen für Schülerinnen und Schüler zum Selberlernen
Beilage von Friedrich Jahresheft 1997
erweitert als
Uwe Horst, K.P. Ohly (Hg.) : Lernbox Lernmethoden Arbeitstechniken
Friedrich, Seelze 2000
Drei wichtige Vorbemerkungen:
- Es ist sicher gut, den Vortrag
durch Abbildungen zu erweitern und so einen weiteren Sinneskanal
anzusprechen.
Das Publikum kann im ersten Teil der Präsentation nur aufnehmen
deshalb sollte
die Aufbereitung nicht zu breit und detailreich und die Diskrepanz
zum Vorwissen nicht zu klein sein,
da sonst die innere Beteiligung oder Vervollständigung
zu stark eingeschränkt wird.
- Der Inhalt, nicht das Medium sollte im Vordergrund stehen. Auch PowerPoint Folien benötigen Substanz.
- Medienwechsel d.h. nicht mit PowerPoint oder Overheadfolien überfluten, zwischendurch die Tafel
benutzen, Präparate demonstrieren, einen kurzen „reinen“ Vortrag halten ...
Man sollte den technischen Aspekt und die Wechselmöglichkeiten nicht vernachlässigen. Die Auflistung ist so umfangreich, weil sie auch noch bei Gruppenarbeit, Referaten usw. nützlich sein kann.
Auswahlkriterien Hinweise zur Benutzung weiter unten
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Medium |
Bemerkungen |
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Tafel, Kreide |
große Fläche, Farbauswahl, Entwicklung möglich, Korrektur und spontane Änderungen leicht, Wischen hält auf, d.h. Mehrfachbenutzung schlecht möglich, „persönliche Handschrift“ lesbar? Vorbereitung nur möglich, wenn vorher der Raum frei ist |
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Flipchart |
kleine Fläche, durch Umblättern stehen viele Blätter zur Verfügung, Zurückblättern leicht, kein Löschen möglich, Vorbereitung gut möglich, Entwicklung gut möglich, „persönliche Handschrift“ lesbar? gutes Zusatzmedium für spontane Anmerkungen, nur für kleines Publikum geeignet, in der Schule nicht immer vorhanden |
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Overheadprojektor Hellraumfolien |
Folien gut vorzubereiten, Bilder, Graphiken, Farben leicht möglich, durch Aufdeckmethode, Folienserie (Overlay -Technik erlaubt eine passgenaue Ergänzung einer Folie) Entwicklung und damit Aufmerksamkeit gut erreichbar, |
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Dias (nur für Spezialfälle) |
müssen sehr frühzeitig angefertigt werden (Vorlauf), Person zur Hilfe nötig, wenn keine Infrarotfernbedienung vorhanden, Verständigung während des Vortrags oft störend oder fehlerhaft, Reihenfolge der Bilder festgelegt, allerdings sehr hohes Auflösungsvermögen, beste Bildqualität oft aber nur bei Verdunklung |
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Episkop (nur für Notfälle) |
lange Aufwärmphase, lichtschwaches Bild, Verdunklung nötig, nach Abschalten vor erneuter Benutzung lange Abkühlphase nötig, einsetzbar, wenn Zeit zur Aufbereitung einer Buchvorlage fehlt |
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Beamer |
vielseitige Möglichkeiten (Farben, Animation, Ton), aufwendigste Vorbereitung (siehe unten), schnell zu ändern, technisch anspruchsvoll |
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Demonstrationsmaterial |
Präparate, auch im Mikroskop, ... , erhöht Aufmerksamkeit, Größe, Sichtbarkeit bedenken Webcam zu aufwendig |
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Experiment |
kleine Demonstrationsexperimente denkbar, Zeitfaktor bedenken, erhöht Aufmerksamkeit |
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Schautafel |
groß, dauernd sichtbar, Platz muss geeignet sein, Landkarte, Periodensystem Tafel, Flipchart mit Gliederung des Vortrags zur besseren Orientierung |
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Fotokopie |
„Handout“ - Ausdruck oder Kopie, knapp, lenkt leicht vom Vortrag ab, nimmt u.U. Dinge vorweg d.h. Ausgabezeitpunkt bedenken, anderseits eine gute Orientierungshilfe |
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Interaktives Whiteboard |
selten vorhanden, Einarbeitungszeit nötig, Projektionsfläche und Tafel in einem kreative Gestaltungsmöglichkeiten durch Kombination, Dokumentation einfach |
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Pinwand |
für einen Präsentation weniger geeignet |
Von Geräten, bei denen die Birne durchbrennen kann, sollte man ein zweites (keine Ersatzbirne) bereithalten. Eine vorher instruierte Person sollte den Wechsel vornehmen. Es hat zwar jeder Verständnis für den Ausfall, am Vortragenden bleibt aber trotzdem ein ungünstiger Eindruck „hängen“.
Projektionsfläche für alle gut sichtbar? Kann der Vortragende alle frontal sehen? Steht er im Bild?
Raum nicht stärker als nötig verdunkeln.
Sprechen Sie mit dem Prüfer ab, wann Sie den Raum testen können und ab wann er für Sie direkt vor der Präsentation zugänglich ist.
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Overheadprojektor |
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Entfernung zur Projektionsfläche unbedingt ausprobieren, Hin- und Herrennen vermeiden, nicht auf die Projektionswand zeigen, Zeiger oder Bleistift für die Folie oder Laserpointer bereit halten, Folien systematisch ablegen, bei größeren Textpassagen oder Medienwechsel abschalten |
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Beamer |
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Labtop (PC / Mac), Betriebssystem, eingestelltes Auflösungsvermögen, Standort / Kabellänge berücksichtigen, ... |
2.2 PowerPoint
Die Überlegungen gelten auch für andere Medien. Auch wenn die Lehrerinnen und Lehrer selbst kein PowerPoint beherrschen, erwarten sie es.
Manuskriptgestaltung
- überhaupt notwendig?
- A4 oder Karteikarten
- große Schrift, Stichworte hervorheben
- Seiten / Karten numerieren
Die Folien sollen nicht den Vortrag ersetzen
- Anzahl begrenzen
- zu viel Text vermeiden, keine „Vorlesung“ (d.h. Vortrag ¹ Satz auf der Folie)
- Abbildungen, graphische Darstellungen nicht vollständig selbsterklärend
- Gliederung auf Folien oder auf Tafel / Handout zu verfolgen
- Medienwechsel
Gestaltungshinweise
- Folie nicht überfrachten
- ein Gedanke pro Punkt
- knappe Sätze
- Gliederung durch Farbe, Unterstreichung, Rahmen
- Farben zurückhaltend einsetzen
- Schrifttyp ohne Serifen
- mindestens 24 pt
- Tabellen, Diagramme, Darstellung von Zusammenhängen klar strukturieren
- kann man auf den Abbildungen Einzelheiten erkennen? sonst Bereich herausvergrößern
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updated Jan 2008
© B.Bossert