Zum Nachdenken

 Am Montag werden zwei Kollegen in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet, die ein Jahr jünger sind als ich; ich habe vor, noch dreieinhalb Jahre zu unterrichten. Hört man sich im Kollegium um, so sind die guten Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht glücklich, in der Schule nicht. 

Die Schule verändert sich rasant und zwar in einer Art und Weise, dass die Stundenbelastung steigt, der Verwaltungsaufwand wächst, die Belastung zunimmt und das Endergebnis immer magerer wird. 

Stichworte (Hessen) sind: Mehr Wochenstunden, mehr Vertretungsstunden, mehr Fortbildungsveranstaltungen (Inhalte wenig hilfreich – aber Punkte), Flut von Formularen, Statistiken, ungeeignete Verwaltungssoftware, große Klassenstärken, vom Gymnasium überforderte Kinder, zunehmende Elternarbeit, neue Lehrpläne G9 gerade erprobt, durch neue Lehrpläne G8 ersetzt, neue Oberstufenlehrpläne gerade im Ansatz erprobt, zentrale Abituraufgaben, Ganztagsschule, kein ausgestatteter Arbeitsplatz in der Schule, Lehrerinnen und Lehrer schieben Überstunden vor sich her … 

In der Zeitung liest man, dass Kinder unter Bewegungsstörungen leiden, die Zahl der verhaltensauffälligen Kinder steigt, dass zu wenig gelesen wird, dass zu viel Zeit vor dem Fernseher verbracht wird, dass Drogenprobleme zunehmen, die Gewaltbereitschaft steigt, die Kinder falsch ernährt werden, … 

Das sind aber alles Schulkinder …

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